Unsere aktuelle Ausstellung

   

13. September - 14. Oktober

PLASMA
Rando Geschewski

Malerei und Grafik

Seine Bilder verhandeln das Heute, auch wenn sie zuweilen wie von vorgestern aussehen, Geschichte einfrierend und wieder verflüssigend. Das Besondere seiner Kunst liegt in seiner Arbeitsweise begründet. Rando Geschewskis Werke entstehen in einem offenen Prozess des Auftragens und Abtragens. Der Künstler verwendet halbtransparente
Architektenfolien, die eine haptisch interessante, raue Oberfläche haben, welche zuerst mit Tusche, Feder oder Pinsel und mit Tuschestiften bezeichnet wird. Teilweise kommt auch Ölfarbe zum Einsatz. Danach werden mittels Rasierklinge bestimmte Bildpassagen wieder abgeschabt. Ähnlich der Sgraffitotechnik zur Bearbeitung von Wandflächen. Übrig bleibt eine weiße Fläche mit einer Zentralfiguration. Wiederholte lasierende Übermalungen und Schraffuren komprimieren das Ganze. Vorherrschendes ästhetisches Ordnungsprinzip ist die Collage. Der Künstler übernimmt zeichnend und malend Teile fotografischer Vorlagen, die aus Zeitungen und Zeitschriften stammen, und setzt sie neu zusammen. Was stimmig wirkt, ist das Ergebnis einer langwierigen gedanklichen und handwerk­lichen Entwicklung. In ihr kreuzt sich Geschewskis Hang zur Freiheit mit der Leitlinie der Compilation. Stets pendelt der Künstler hierbei gekonnt zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Dabei geht es gleichermaßen um das Abbildhafte wie das Zeichnungs- oder Malereispezifische, um das Motiv und genauso um das Bild, verstanden als absoluter Zeichenraum. Jede Komposition fasziniert den Augensinn durch ihren Furor. Es ist deutlich zu spüren: Rando Geschewski verfügt über Gestaltungskraft. Er ist mit Power bei der Sache. Nach dem Abtauchen in die Linienlabyrinthe und Gegenstands­aufsplitterungen führen ein paar präzis gesetzte Kürzel zurück an die erlösende Oberfläche, wo überraschender­weise seit 2017 Zeichen des modernen Nomadismus und der Stadtflucht aufscheinen, emotional vereiste Spitzbergen-Architekturen. Aspekte von mobiler Wohnlichkeit und die Orientierungsreste einer Wahrnehmung unter Null verrätseln die Relationen. Christoph Tannert, »Wunder.Schnee.Danken« 2019

ZUR ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG
AM DIENSTAG, DEM 13. September um 19.00 Uhr
ODER ZU EINEM SPÄTEREN BESUCH
LADEN WIR SIE UND IHRE FREUNDE HERZLICH
IN DIE GALERIE HIMMELREICH EIN.

Bilder:
»Svalbard« Tusche/Kreide/Folie, 100 x 160 cm, 2017
»Hawk« Mischtechnik/Folie, 100 x 100 cm, 2018

Reinhard Rex
Vorsitzender des Vereins "Freunde des Himmelreichs"
Galerie Himmelreich, Breiter Weg 213b, Ecke Danzstraße, 39104 Magdeburg, Öffnungszeiten: Di - Fr 11 - 17 Uhr und Sa 10 - 13 Uhr sowie nach Vereinbarung

>> Auf Vimeo und Facebook können Sie ein Video zu dieser Ausstellung angucken


>> Galerie Himmelreich auf Facebook

>> Videos zurückliegender Ausstellungen hier

 
 

 

   

Unsere nächste Ausstellung

   

18. Oktober - 18. November

"WIR FINDEN - WIR SUCHEN"
GEORG BARBER
DAYEON AUH, ANNA ROSA RUPP, MARA NIEDERPRÜM
ANNA NEUMANN, DOMINIK DABROWSKI
Malerei, Zeichnung, Graphik, Objekt, Buch

In der Gruppenausstellung "Wir finden Wir suchen" stellen fünf junge Studierende der Hallenser Kunsthochschule Burg
Giebichenstein ihre Arbeiten aus. Begleitet von Professor Georg Barber (ATAK), bewegen sich Dayeon Auh, Anna Rosa Rupp, Mara Niederprüm, Dominik Dabrowski und Anna Neumann auf ihre eigene Weise zwischen Illustration und Kunst, auf der Suche nach Farbe, Form, Geschichte und eigenem Ausdruck. Was sie verbindet, ist das Suchen und Finden – ein anhaltender Prozess, eine spielerische Annäherung an das Unendliche mit unbewussten Zufällen und kontrollierten Unfällen. Dabei setzen sie sich mit dem Entwerfen unterschiedlicher Bildsprachen auseinander.
Bewusst wird das Verständnis von "Illustration" im klassischen Sinne aufgebrochen und versucht auf persönliche Weise das Erzählerische im Bild zu erforschen und neu zu (er)finden. Wie weit können reine Farbklänge und kontemplative Spielereien eine Erzählung lostreten und wie lassen sich durch Linie, Zeichnung, Fläche, Farbe, Collage und Materialität eigene Welten konstruieren?

ZUR ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG
AM DIENSTAG, DEM 18. OKTOBER UM 18.00 Uhr
ODER ZU EINEM SPÄTEREN BESUCH
LADEN WIR SIE UND IHRE FREUNDE HERZLICH
IN DIE GALERIE HIMMELREICH EIN.

Bild: Anna Rosa Rupp,
"Landschaft entsteht, Baugrund besteht"
19 x 25 cm, Wachskreide, Buntstift, Ölpastell auf Papier

Reinhard Rex
Vorsitzender des Vereins "Freunde des Himmelreichs"
Galerie Himmelreich, Breiter Weg 213b, Ecke Danzstraße, 39104 Magdeburg, Öffnungszeiten: Di - Fr 11 - 17 Uhr und Sa 10 - 13 Uhr sowie nach Vereinbarung